Montag, 23. März 2009

Oslo

Nach längerem Offshore Aufenthalt habe ich mir einen Kurzurlaub in Oslo gegönnt. Bei bestem Wetter hat sich mir Norwegens Hauptstadt vier Tage lang wirklich von der Schokoladenseite gezeigt.
Im Gegensatz zu Bergen und Trondheim hat Oslo schon das Flair einer Weltstadt - keine bunten Holzhäuserfassaden mehr im Zentrum. Dafür aber Parlament, Königspalast, neue Oper, neus Rathaus und viele andre beeindruckende Gebäude. Man merkt halt schon, dass Oslo zu einer der teuersten Städte der Welt gehört. Besonders im Zentrum ist alles tip top.
Neben dem glitzernden Zentrum hat mich aber besonders das nördliche Stadtzentrum Grünloekka beeindruckt. In diesem eher alternativen Viertel mit hohem Auslänferanteil und exotischen Läden pulsiert das Leben. Schon zu dieser Jahrszeit ist es dort wirklich schwierig bei 2 Grad einen freien Tisch in einem der unzähligen Strassencafés zu ergattern.

Dienstag, 17. März 2009

Trondheim


Inzwischen bin ich doch schon ein wenig in Norwegen rumgekommen und war durch einen Kurs die letzten beiden Tage das erste Mal in Trondheim. Die alte norwegische Königsstadt ist heute die drittgrößte Stadt Norwegens, aber im internationalen Vergleich noch recht klein. Selbst die Innenstadt wirkt recht provinziell und im Vergleich zu Bergen recht unspektakulär. Der Hafen erinnert stark an die Bryggen in Bergen, wohl eine typisch norwegische Sache. Das einzige wirklich spektakuläre Bauwerk ist der Dom.
Durch die nördliche Lage ist es zu dieser Jahreszeit noch recht kühl dort oben. Ich glaube sogar, dass ich nie in meinem Leben nördlicher gewesen bin als jetzt in Trondheim. Allein bei diesem Gedanken fröstelt es mich schon wieder- brrrrr! Vielleicht sollte man besser im Sommer nochmal wiederkommen...

Dienstag, 10. März 2009

Streck die Zunge raus, Dorsch!


Nachdem ich erst letzte Woche Bekanntschaft mit unserem Freund dem Wal gemacht habe, war ich gestern abend erneut dumm genug, nicht zu fragen, was ich mir zum Dinner auf den Teller getan habe.
Diesmal stellte sich heraus, dass die kleinen panierten Happen nicht etwa Fischfilet waren, sondern Zungen, vom Dorsch. Ja - auch die møchten verarbeitet und gegessen werden und scheinen hier auch eine Art Delikatesse zu sein. Ich fand es trotz ordentlicher Panierkruste immer noch sehr glibberig und glitschig. Aber was darf man auch von Fischzunge erwarten - bis dato wusste ich noch nicht mal, dass die Viecher ueberhaupt eine Zunge haben!
Wenn das kulinarisch hier so weitergeht, graut mir ehrlich gesagt schon vor meinem næchsten Eintrag.

Donnerstag, 5. März 2009

Free Willy mal anders


Nach ein paar Tagen offshore wundert man sich eigentlich ueber gar nichts mehr, aber gestern abend hat es der Kuechenchef doch geschafft, mich zu ueberraschen. Anstatt des koestlichen Truthahns lag gestern abend Free Willy in gut portionierten Stuecken neben einer Salatbeilage und ein paar Petersilienkartoffeln bei mir auf dem Teller.
Den jenigen unter Euch, die sich nicht gerade vor Ekel oder durch einen Aufschrei gegen diese Ungerechtigkeit von meinem Blog abgewandt haben, kann ich berichten, dass der Kollege geschmacklich zwischen Wildschwein und Leber liegt. Von der Konsistenz her, aussen zart und innen eher zaeh bis widerspenstig. Alles in allem nicht gerade meine Empfehlung wert. Aber immer noch wesentlich besser als Schafskopf.