Sonntag, 20. Dezember 2009

Weihnachtlicher Gruss 2009

Sende Euch allen liebe Weihnachtsgrüsse aus unserem eingeschneiten Zuhause in Bergen!
Wir packen heute unsere Koffer und fliegen morgen für Weihnachten nach Hause. Am 25. geht es dann weiter nach Paramaribo, Surinam, wo wir drei Wochen lang bei Aartis Eltern Urlaub machen werden.
Nach den letzten Frosttagen hier in Bergen mit Temperaturen im zweistelligen Minusbereich wird mir ein bißchen karibischer Sonnenschein sicherlich gut tuen.

Ich wünsche Euch allen ein frohes Fest und eine schöne Zeit bei Euren Familien!

Euer Marius

Dienstag, 1. Dezember 2009

Pink!

Und noch ein Musikvideo von Statoil - diesmal ohne Driller, dafür mit durchgeknallten Geologen und Geophysikern.

Montag, 2. November 2009

Halloween - Housewarming - Sofa -Party

Nachdem unser Sofa endlich geliefert wurde, stand der Einweihungsparty nichts mehr im Weg. Was war es nur für eine schreckliche Zeit ohne eine gemütliche Sitzgelegenheit im Wohnzimmer! Und wie gross war die Enttäuschung als nach fast 2-monatiger Lieferzeit die Pakete zwar im Wohnzimmer standen aber sich nach Öffnen herausstellte, dass es nicht wie bestellt beige, sonder braun war! Welch Schrecken!
Entsprechend gruselig war dann auch die Einweihungsparty, die das Sofa überraschender Weise ohne Blutflecken überstanden hat.

Montag, 26. Oktober 2009

Panzer

Nach den ersten frostigen Nächten habe ich meinem Skoda Baby nun seine Winterschuhe angezogen. Auch wenn es in Bergen nicht wirklich notwendig ist, sind meine Winterreifen mit Spikes aus Metall bestückt. Bei langsamer Fahrt hört sich das an wie über Eiskristalle zu fahren, über 30 wächst es zu einem doch anständigen Rauschen heran und über 60 hat man das Gefühl, mit einem Panzer über die Landstraße zu rumpeln.
Auch im positiven Temperaturbereich hat man mit den Dingern einen satten Grip und gräbt sich praktisch in den Asphalt. Gleiches gilt für die Beschleunigung. Funken hat meine 65 PS Maschine allerdings noch nicht auf dem Teer tanzen lassen.
Dass man damit die Strassen ordentlich schädigt, steht ausser Frage und ist sicherlich der Grund dafür, dass man diese Schätzchen erst im November aufziehen darf. Ich bin zwar ein paar Tage zu früh damit unterwegs, aber die können froh sein, dass ich noch nicht meine Schneeketten aufgezogen habe ;-)

Sonntag, 27. September 2009

Et år i Norge

Heute bin ich auf den Tag genau, bereits ein Jahr in Norwegen! Unglaublich, wie die Zeit vergangen ist! Viel habe ich erlebt, aber natürlich auch viel gearbeitet und gelernt. Es war sicherlich nicht immer einfach am Anfang aber inzwischen habe ich mich schon ganz gut eingelebt und auch mit dem Norwegisch klappt es immer besser.
Auch wenn ich noch immer nicht mit Gewissheit sagen kann, ob ich für immer hier oben bleiben möchte, freue ich mich schon auf das nächste Jahr in Bergen.

Dienstag, 22. September 2009

Neues Zuhause

Nachdem ich nun fast ein Jahr in Bergens Zentrum gelebt habe, bin ich nun mit meiner Freundin Aarti zusammen in eine neue Wohnung gezogen. Der neue Palast liegt im grünen Speckgürtel von Bergen, ca. 15 km südlich vom Zentrum. Die Gegend ist verglichen mit dem hektischen und engen Stadtzentrum angenehm ruhig, die Luft herrlich frisch und der Blick von einem der Balkone erfrischend grün.
Im Grunde hat man den Eindruck, dass wir ein Haus mieten, da unsere Wohnung die gesamte obere Etage des Hauses einnimmt und die untere Wohnung eher einem Keller gleicht.
Die neue Nähe zu unserem Arbeitsplatz erlaubt es uns nun, anstatt morgens eine Stunde im Bus und in Bergens Rushhour zu sitzen, in nur 5min Fahrrad oder 10min zu Fuss im Büro zu sein.
Komplett ist die Wohnung leider noch nicht - das Möbelhaus vertröstet uns schon seit über einem Monat.
Sende Euch deshalb noch sofalose Grüsse aus Søreidgrend!

Sonntag, 13. September 2009

Blauer Himmel

Ich sollte mich gegenüber den letzten Besuchern wirklich schämen, ein solches Foto hochzuladen. Doch seit diesem Wochenende scheint der Sommer noch einmal zurückgekehrt zu sein.
Heute war ich mit Aarti auf dem Vesoldo bei Norheimsund, von dem man einen ausgezeichneten Blick über den gesamten Hardanerfjord hat. Wenn das Wetter so bleibt, ist vielleicht sogar nochmal ein kleiner Campingtrip übers Wochenende drin.

Neue Karre

Nachdem die ersten Petrodollars langsam das Sparschwein füllen habe ich eine erste grössere Investition gewagt: Seit Mitte Juli ist Herr Paulus inzwischen wieder mobil, dank tschechischer Technik. Mit sparsamen 65 PS ist man bei maximalen Speedlimits von 80 km/h noch immer überraschend sportlich unterwegs und wird eher durch Schlaglöcher und Serpentinen ausgebremst als durch fehlende Motorleistung.
Ich darf zwar nicht darüber nachdenken, was ich für dieses fünf Jahre alte Schätzchen hingelegt habe (speziell, was ich dafür in Deutschland bekommen hätte), aber dafür hat mich die Kiste bisher schon ohne Zetern über 5000 km über norwegische Küstenstrassen und Schotterpisten begleitet. Hut ab und Daumen hoch!

Samstag, 12. September 2009

Und noch einer...

Dominik ist noch gerade rechtzeitig vorbeikommen, um die allerletzen Sonnenstunden des norwegischen Sommers zu erleben - und natürlich schon die ersten richtigen herbstlichen Regengüsse ;-)
Allen anderen möchtegern Norwegen Urlaubern empfehle ich wärmstens, sich auf den nächsten April oder Mai zu gedulden. Bis dahin herrscht wieder richtiges Funktionsjackenwetter...

Freitag, 14. August 2009

Nightshift


Seit fast zwei Monaten bin ich nun das erste Mal wieder auf der Insel. Der Wiedereinstieg in meine Rotation ist allerdings recht heftig - 2 Wochen Nachtschicht von abends sieben bis morgens sieben. Gestern nacht war meine erste Schicht, aber abgesehen von einem leichten Anflug von Muedigkeit gegen vier Uhr, der allerdings erfolgreich mit zwei grossen Tassen Kaffee bekæmpft werden konnte, war es gar nicht so schwer. Bin nur gespannt auf die Umstellung wieder zurueck zur normalen Tageszeit...
Sende Euch beste Gruesse aus der Nordsee!

Sonntag, 9. August 2009

Besuch in Bergen


Nachdem mich meine Eltern Anfang Juli für zwei Wochen besucht haben, wurde der Staffelstab nahtlos an Rena und Joachim weitergegeben. Leider hatten die beiden nicht soviel Glück mit dem norwegischen Wetter - aber immerhin, zwei sonnige Nachmittage in zwei Wochen ist im Durchschnitt für Bergens Wetter Verhältnisse ja auch nich sooo schlecht ;-)


Im Gegenteil: Wer kann sich im Hochsommer schon derart erfrischen? Der perfekte norwegische Sommertag startet mit einem morgendlichen Bad im 17 Grad warmen Fjord und endet mit einem Spaziergang entlang am Gletscher. Das kurze erfirschende Regenintermezzo muss hier natürlich gar nicht mehr erwähnt werden...

Knüppeln mit der wii


Nachdem ich zum Geburtstag eine Wii Konsole bekommen habe, freue ich mich, an dieser Stelle zwei aussergewöhnliche Filmraritäten präsentieren zu können.
In dem ersten Clip lässt mein Vater sich begeistert virtuell versohlen. Im zweiten Clip rasten Aarti und John beim Schwertkampf aus.

Freitag, 17. Juli 2009

Sommer in Norge

Inzwischen sind die ersten Hitzetage auch in Norwegen angekommen. Letztes Wochenende habe ich mich in der hübschen Badebucht Kalevag das erste Mal in die noch ca. 17 Grad kalte Nordsee gewagt. Wirklich mehr als erfrischend!

Montag, 29. Juni 2009

Stavanger

Zum sicherlich fünften Mal bin ich nun schon nach Stavanger zu einem Kurs geflogen. Stavanger ist die norwegische Öl und Gas Hauptstadt und so befindet sich natürlich auch der Sitz von Statoil hier.
Ansonsten im Vergleich zu Bergen relativ unspektakulär entwickelt die Stadt besonders im Sommer mit ihrem kleinstädtischen Zentrum einen ganz besonderen Charm.
Letzte Woche war dank mediterranem Wetter und dem Beginn der Beachvolleyball Weltmeisterschaft in Stavanger auch noch aussergewöhnlich viel los - sowohl in der Fussgängerzone als auch im Hafen.
Nachdem ich letzte Woche bereits einen Casing Design Kurs besucht sowie zwei Zulieferfirmen besichtigt habe, geht es morgen schon wieder für zwei Tage nach Stavanger. Diesmal geht es um Stuck Pipe: Was tun, wenn der Bohrstrang festhängt? Spätestens Ende der Woche stehe ich Euch bei derartigen Fragestellungen gern als Telefonjoker zur Verfügung.

Samstag, 20. Juni 2009

Sognefjord

Letztes Wochenende habe ich mich von ein paar Freunden zur Tour "Norway in a nutshell" mitschleppen lassen. Eigentlich mag ich solche organisierten Touristentouren nicht, aber bei diesem aussergewøhnlichen Naturspektakel war ich schon begeistert.

Zuerst sind wir mit der Bergenbahn bis nach Myrdal gefahren und haben die næchste Etappe zu Fuss genommen, bis zu einem kleinen Berghotel, wo wir Mittag gegessen haben. Anschliessend haben wir die Flåmbahn herunter bis zum Sognefjord genommen.


Diese Bahn hat eine beeindruckende Streckenfuehrung mit unzaehligen Tunneln und Bruecken. Die Bahn ueberwindet mit nur 20km Streckenlænge einen Høhenunterschied von ueber 800m und ist damit eine der steilsten der Welt.


In Flåm angekommen, stiegen wir auf ein Fjordcruiser um und gondelten fast drei Stunden ueber den atemberaubenden Fjordabschnitt zwischen Flåm und Gudvangen. Die an den Fjord grenzenden Berge steigen fast vertikal aus dem Wasser. Von den Klippen herunter ergiessen sich unzaehlige spektakulære Wasserfælle und stuerzen sich teilweise ueber 100m in die Tiefe.
Auf der Busreise nach Hause haben wir abschliessend noch einen Stop in Stalheim gemacht, von wo man einen einmaligen Blick ueber das Fjordtal hat.
Trotz nervender Touristen wirklich eine Reise wert. Hier bekommt man wirklich unglaublich viel an einem Tag zu sehen.

Donnerstag, 11. Juni 2009

Zwischenlandung BGO

Die Welt muss so klein sein. Da treff ich heut den Siggi am Flughafen in Bergen aufn Kaffee. Praktisch ein Boffzener Kaffeekränzchen.
Einziger Schönheitsfehler: Siggi hat die Flasche ausm Duty-free Laden vergessen und sein Flieger hat obenfrein auch noch bei der Konkurrenz vollgetankt.
Beim obligatorischen Cockpitfoto mit dem türkischen Kapitän stösst meine Handylinse leider schon an ihr Grenzen. Trotzdem sehr schönes Motiv, Herr Kaiser. Oder wie der Türke sagt: Güzeloba!

Mittwoch, 10. Juni 2009

Queen Mary 2

Als ich heute morgen aus dem Küchenfenster blickte bot sich mir eine leicht veränderte Aussicht. Anstatt des Hurtigruten Schiffs oder eines mittleren Frachters liegt ein riesiger Pott am Kai!
Auf dem Foto kommt die Größe gar nicht so gut rüber - der kleine blaue Lieferwagen, der rechts am Dock steht lässt die Ausmaße dieses Luxusliniers aber erkennen. Ein Wahnsinnsschiff!

Montag, 1. Juni 2009

Hardangerfjord

Endlich ist der Sommer so richtig da! Nach einer sensationell guten Wettervorhersage haben wir zu viert ein Auto für das Wochenende gemietet und sind am Samstag morgen Richtung Hardangerfjord aufgebrochen. Nachdem ich schon seit acht Monaten in Norwegen bin, wurde es auch höchste Zeit, dass ich endlich mal einen Fjord sehe - schließlich besteht Norwegen nicht nur aus Bergen und Stavanger. Nachdem ich mich an das Stadtleben im Zentrum von Bergen gewöhnt habe, war es erfrischend, mal aus dem Grossstadtleben herauszukommen und richtig viel Natur zu erleben.


Nach bereits abenteuerlicher Anreise durch enge Gebirgstäler, unglaubliche Tunnel und über schwindelerregende Brücken und Passstraßen kamen wir in Norheimsund an und folgten dort der Fjordstraße bis nach Eidfjord, wo wir die asphaltierte Straße verließen und unseren Skoda über Serpentinen aus dem Fjordtal hinauf bis zur Hardangervidda Hochebene quälten.

Dort wollten wir nach mehrstündiger Wanderung in einer Berghütte übernachten. Da diese leider geschlossen war, mussten wir wieder zurück und fanden glücklicherweise ein hübsches Bed&Breakfast am nord-östlichsten Rand des Fjords.


Am nächsten Tag bestaunten wir einen der größten Wasserfälle in Norwegen östlich von Eidfjord und fuhren, nachdem wir den Fordseitenarm von Odda mit der Fähre überquert haben, anschließend die südliche Fjordstraße bis nach Jondal hinunter, nahmen dort die Fähre nach Norheimsund und schlossen so den Kreis unserer Rundtour.

Ich bin wirklich begeistert - ich hatte ja keine Ahnung wie schön und beeindruckend die Natur hier oben ist. Vor allem zu Beginn der Touristensaison hat man die Berge und den Fjord noch fast für sich alleine. Es ist wirklich toll, ein paar Fjords vor seiner Haustür zu haben...

Dienstag, 19. Mai 2009

Nebeneinkünfte

Drilling isn't boring, aber so richtig reich wird man ja nur im Showbiz.

Sonntag, 17. Mai 2009

17. Mai


Heute ist in Norwegen Nationalfeiertag, bei dem die Verfassung und Unabhängigkeit von Dänemark gefeiert wird. Es scheint, je kleiner die Nation desto größer der Patriotismus. Heute stand Bergen auf jeden Fall Kopf. Alle Welt begab sich in Uniform oder bestickter Tracht in die Innenstadt um dort die Fahne zu schwenken oder die ordensbehangene Brust herauszustrecken.

Auch für mich ist es ein äußerst freudiges Ereignis: Traditionell nehmen an der großen Parade auch ein Haufen Halbstarker mit Trommeln teil, die schon seit Monaten täglich durch die Straßen Bergens ziehen und an ihren Drumming-Fähigkeiten feilen. Da es heute zum großen Showdown gekommen ist - wird für die nächsten 9 Monate erst mal wieder Ruhe herrschen und mich kein militärischer Trommelwirbel bei meinem 4 o'clock tea stören.

Sonntag, 10. Mai 2009

Lila Blümchen Engineering

Nach langem hin und her hat meine Firma jetzt ein neues Logo. Der vorherige orange Öltropfen war designtechnisch sicherlich noch aus den 70ern und eine Anpassung längst überfällig.
Das neue Logo sieht aus wie ein lila Blümchen - soll laut offizieller Quellen aber an einen magentafarbenen Bohrmeissel oder Stern erinnern ;-) Wäre ich Vorstandsvorsitzender, wäre der Verantwortliche für diese stilistische Entgleisung jetzt wieder Damenfriseur.
Hoffe wirklich nur, dass wir in Zukunft nicht alle lila Overalls oder Helme auf der Insel tragen müssen.

Sonntag, 12. April 2009

Eine Frage des guten Geschmacks

Als besonderen Gaumenschmauss hab ich mir zu Ostern ein Glas alkoholfreien Rotwein im Plastikglas gegønnt - ist wirklich nicht zu empfehlen. Schmeckt wie wæssriger, fader Rotwein - aber ganz ehrlich, was soll auch schon gross uebrig bleiben, wenn man den Alk aus dem Wein entfernt. Mein Urteil: Echt mieser Tropfen!

Auch eine andere kulinarische Spezialitæt soll hier nicht unerwæhnt bleiben: Seitdem ich in Norwegen bin, pflege ich, mein sonst deutsches Fruehstueck durch norwegischen Ziegenkæse zu ergænzen. Der ist anscheinend mit Karamell angereichert, ist zwischen hell- und dunkelbraun und hat anfangs ein sprøde Konsistenz, die sich aber mit der Zeit durch Fluessigkeitsverlust in Zæhigkeit umwandelt. Obacht ist deshalb beim Verzehr geboten - ein argloser Biss ins Brøtchen kann das Verkleben von Ober- und Unterkiefer verursachen! In frischem Zustand allerdings schon recht lecker - auch wenn der hiesige Ziegenkæse natuerlich længst nicht an den franzøsischen herankommt.

Ausserdem sollte ich abschliessend noch vor dem skandinavischen Kautabak warnen. Dieser so genannte Snues ist wird besonders gern auf der Bohrinsel konsumiert - da Rauch eben fast ueberall verboten ist, wird die Zigarette einfach gefuttert: Entweder lose oder in kleinen vorgefertigten Pæckchen steckt sich der Norweger diesen ganz besonderen Leckerbissen unter die Oberlippe. Das fuehrt, wie ich beobachtet habe, besonders bei regelmæssigem Konsum zu einer deformierten Oberlippe, die dann æhnlch aussieht wie die eines Kamels.
Geschmacklich ist das ganze sehr erb - und læsst nach Information meines Buerokollegen die Brusthaare besonders ueppig spriessen (Ich vermute insgeheim, dass hier auch der Grund dafuer liegt, dass Snues hauptsæchlich von Nordmænnern genossen wird. Ihr muesst wissen, Norwegerinnen sind sehr eitel.).
Bemerkenswert ist auch, dass dieser Tabak immer eine gewisse Feuchtigkeit haben sollte und deshalb im Supermarkt auch in einem kleinen Kuehlschrank neben der Kasse angeboten wird. In der Hosentasche ist demnach die Aufenthaltdauer beschrænkt - dass heisst, nach Gebrauch, wandert er dorthin in der Regel zurueck. Schøn durchgekaut findet das kleine Pæckchen auf der Rueckseite der Snuesdose wieder Einlass und kann nach Belieben wiederverwendet werden.
Zusammenfassend ist der ganze Trubel um das Kraut schon cool, aber schmecken tut es wenig. Im Partybetrieb ist zusætzlich nach eigenem Test vøllig unbrauchbar - verursacht in Verbindung nur geringer Mengen Alkohol einen Monsterkater und droht bei angeregter Konversation ins Cocktailglas des Gegenueber zu fallen. Nicht gerade der Ice-breaker.

Bei Wunsch bringe ich von den aufgezaehlten Spezialitæten gern etwas mit in die Heimat. Wohl bekommts!

Offshore-Ostern

Frohe Ostern, liebe Blogleser!
Jetzt ist es schon ueber ein halbes Jahr her, dass ich ausgewandert bin! Das ist echt unglaublich - die Zeit verging wie ... auf der Bohrinsel! A propos - mein erstes Offshore-Ostern! (Hoffe nur, dass es nicht zum Offshore Weihnachten kommt!) Als Entschædigung gibt es aber nach den zwei Wochen hier einen kleinen 1.Mai Heimaturlaub - vielleicht sehe ich ja dann auch den ein oder anderen von Euch!

Beste osterliche Gruesse von der Insel,

Euer Marius

Montag, 23. März 2009

Oslo

Nach längerem Offshore Aufenthalt habe ich mir einen Kurzurlaub in Oslo gegönnt. Bei bestem Wetter hat sich mir Norwegens Hauptstadt vier Tage lang wirklich von der Schokoladenseite gezeigt.
Im Gegensatz zu Bergen und Trondheim hat Oslo schon das Flair einer Weltstadt - keine bunten Holzhäuserfassaden mehr im Zentrum. Dafür aber Parlament, Königspalast, neue Oper, neus Rathaus und viele andre beeindruckende Gebäude. Man merkt halt schon, dass Oslo zu einer der teuersten Städte der Welt gehört. Besonders im Zentrum ist alles tip top.
Neben dem glitzernden Zentrum hat mich aber besonders das nördliche Stadtzentrum Grünloekka beeindruckt. In diesem eher alternativen Viertel mit hohem Auslänferanteil und exotischen Läden pulsiert das Leben. Schon zu dieser Jahrszeit ist es dort wirklich schwierig bei 2 Grad einen freien Tisch in einem der unzähligen Strassencafés zu ergattern.

Dienstag, 17. März 2009

Trondheim


Inzwischen bin ich doch schon ein wenig in Norwegen rumgekommen und war durch einen Kurs die letzten beiden Tage das erste Mal in Trondheim. Die alte norwegische Königsstadt ist heute die drittgrößte Stadt Norwegens, aber im internationalen Vergleich noch recht klein. Selbst die Innenstadt wirkt recht provinziell und im Vergleich zu Bergen recht unspektakulär. Der Hafen erinnert stark an die Bryggen in Bergen, wohl eine typisch norwegische Sache. Das einzige wirklich spektakuläre Bauwerk ist der Dom.
Durch die nördliche Lage ist es zu dieser Jahreszeit noch recht kühl dort oben. Ich glaube sogar, dass ich nie in meinem Leben nördlicher gewesen bin als jetzt in Trondheim. Allein bei diesem Gedanken fröstelt es mich schon wieder- brrrrr! Vielleicht sollte man besser im Sommer nochmal wiederkommen...

Dienstag, 10. März 2009

Streck die Zunge raus, Dorsch!


Nachdem ich erst letzte Woche Bekanntschaft mit unserem Freund dem Wal gemacht habe, war ich gestern abend erneut dumm genug, nicht zu fragen, was ich mir zum Dinner auf den Teller getan habe.
Diesmal stellte sich heraus, dass die kleinen panierten Happen nicht etwa Fischfilet waren, sondern Zungen, vom Dorsch. Ja - auch die møchten verarbeitet und gegessen werden und scheinen hier auch eine Art Delikatesse zu sein. Ich fand es trotz ordentlicher Panierkruste immer noch sehr glibberig und glitschig. Aber was darf man auch von Fischzunge erwarten - bis dato wusste ich noch nicht mal, dass die Viecher ueberhaupt eine Zunge haben!
Wenn das kulinarisch hier so weitergeht, graut mir ehrlich gesagt schon vor meinem næchsten Eintrag.

Donnerstag, 5. März 2009

Free Willy mal anders


Nach ein paar Tagen offshore wundert man sich eigentlich ueber gar nichts mehr, aber gestern abend hat es der Kuechenchef doch geschafft, mich zu ueberraschen. Anstatt des koestlichen Truthahns lag gestern abend Free Willy in gut portionierten Stuecken neben einer Salatbeilage und ein paar Petersilienkartoffeln bei mir auf dem Teller.
Den jenigen unter Euch, die sich nicht gerade vor Ekel oder durch einen Aufschrei gegen diese Ungerechtigkeit von meinem Blog abgewandt haben, kann ich berichten, dass der Kollege geschmacklich zwischen Wildschwein und Leber liegt. Von der Konsistenz her, aussen zart und innen eher zaeh bis widerspenstig. Alles in allem nicht gerade meine Empfehlung wert. Aber immer noch wesentlich besser als Schafskopf.

Mittwoch, 25. Februar 2009

offshore rotieren


Jetzt geht's endlich richtig los. Vorgestern hat mein Chef endlich grünes Licht für meine Offshorerotation gegeben. Das heisst, dass ich nun im Wechsel erst zwei Wochen auf der Insel bin, anschließend zwei Wochen frei habe (also potentiell wieder auf die Insel fliege, allerdings diesmal auf die mit den Palmen) und danach noch zwei Wochen im Büro verbringe. Und in dieser Weise werde ich nun mindestens ein halbes Jahr rotieren, bis ich entweder selbst am rotieren oder reif für die Insel bin ;-)
Start ist morgen - sprich, den nächsten Eintrag gibt es wohl wieder von der Insel.

Samstag, 21. Februar 2009

Geilo


Diese Woche war ich mit meiner Abteilung drei Tage in Geilo, einem Wintersportort zwischen Bergen und Oslo. Allein schon die Fahrt dort hin mit der Bergenbahn ist ein echtes Erlebnis. Drei Stunden dauert die Fahrt, anfangs entlang an Seen und Fjordausläufern und später durch tief eingeschneite Gebirgshochebenen. Man passiert dabei in Finse die mit über 1200m Höhe die höchst gelegene Eisenbahnstation in Skandinavien.

Zum richtigen Skifahren hat die Freizeit während des Seminars leider nicht ausgereicht. Trotzdem kam teilweise richtig Urlaubsstimmung auf, da das "Dr. Holms Hotel" nicht nur kulnarisch zu einem der besten Norwegens gehört. Besonders die Weinauswahl zu den Dinners war beeindruckend.

Dienstag, 17. Februar 2009

1:0 für Norge


Ihr lasst mich hier oben in letzter Zeit ja ziemlich hängen. Erst die Niederlage im Handball und jetzt auch noch im Fussball! Von der Biathlon WM oder dem Skispringen ganz zu schweigen.
Nachdem ich nun zu allem Überfluss auch noch zum dritten Mal in Folge beim Eishockey-Tischspiel (jaja, die haben hier keinen Kicker sondern eine Variante auf dem Eis) bei uns in der Kaffeeküche gegen meinen Mentor verloren habe, hat der Ruf des deutschen Sports bei mir in der Abteilung deutlich gelitten. Die Hilflosigkeit ist das schlimmste. Heiner Brands emotionalen Ausbruch kann ich gut nachvollziehen und überlege schon, ob ich mir aus Solidarität nicht auch einen hübschen Oberlippenbart wachsen lasse.

Dienstag, 3. Februar 2009

What goes up, must come down

Jetzt ist mir allerdings klar, warum Hubschrauberpiloten ein besonderes Zertifikat für schwimmende Bohrinseln haben müssen.


Nicht ganz so glimpflich geht diese Landung aus:

Dienstag, 27. Januar 2009

Erasmus? -Mais oui, Monsieur!

Die Parties und Wochenenden erinnern hier in Bergen bisher eher an ein Auslandssemester: Bei StatoilHydro setzt man anscheinend momentan extrem auf Internationalisierung - in unserer Gruppe der neuen Angestellten finden sich inzwischen Damen und Herren aus England, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, Holland, Schweden, Equador, Surinam, Kulumbien, Indonesien, Algerien, Dubai, China und natürlich aus Clausthal ;-)
Im März bekommt auch meine Arbeitsgruppe nach mir endlich einen weiteren Ausländer, wodurch hoffentlich noch mehr Meetings und Diskussionen in englisch stattfinden werden.

Samstag, 17. Januar 2009

Shake, shake, shake!

Seekrank wird man nicht nur auf der Ölbohrinsel, sondern mitunter auch daheim im Wohnzimmer. Meine Dachgeschosswohnung befindet sich in einem auf der Hügelspitze stehenden Haus, das auch noch 2 Stockwerke höher ist, als die umgebenden Gebäude. Durch diese exponierte Lage gerät die in die Jahre gekommene Holzkonstruktion bei höheren Windgeschwindigkeiten gern mal in Schwingungen. Ist schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man daheim im Sessel fühlt, wie der Boden wackelt und der Tee in der Tasse seicht hin und her schwappt. Bin nur froh, dass hier kein Wasserbett installiert ist...

Donnerstag, 15. Januar 2009

Lumberjack is back

Nach fast halbjähriger Abstinenz habe ich letzte Woche wieder angefangen: Der Court hat mich wieder! Bin inzwischen Mitglied im Bergen Badmintonklub - eine feine Gesellschaft, die sich mehrmals die Woche trifft, um sich mit Graphitschlägern zu prügeln. Macht ein Riesenspaß und die Bengels ziehen das auch richtig professionell auf: Bei meinem ersten richtigen Training musste ich schon nach 45 min mit Wadenkrämpfen und noch 5 Tage später mit dem übelsten Muskelkater meines Lebens kämpfen - der absolute Wahnsinn!
Die Trainingshalle ist ein Juwel und 2005 extra für Badminton gebaut worden: Speziell gefederter Holzparkettfussboden, grüne Wände ohne Fenster für bessere Sichtbarkeit des Balls und Dachbogenkonstruktion für maximale Hallenhöhe... ja da gerät man als Badmintonfan einfach ins Schwärmen.
Nachträglich hat es sich also doch gelohnt, dass ich meine ca. 25kg schwere Badmintonschlägerbespannungsmaschine in mein neues Apartment im 5. Stock geschleppt habe - mit 12kg Bespannungsgewicht auf der Saite hat der Norweger bald nichts mehr zu lachen - Mhuhahahahaha!