Sonntag, 21. Dezember 2008

Bergens 7 Berge


Auch wenn meine Wandertouren schon wieder einige Wochen zurückliegen (die fielen wohl genau in dieses "Internetloch"), möchte ich Euch hier wenigstens einige Eindrücke meiner bisherigen Touren vermitteln - sonst denkt Ihr noch, dass sich mein Leben hier nur um meinen neuen Job dreht ;-)
Die meisten der bisherigen Touren begannen am Floyen (wie das Foto links beweist auch nach Anbruch der Dunkelheit einen Aufstieg wert), hinter dem unmittelbar eine Gebirgskette - eine Vidda - erstreckt. Man ist so überraschender Weise nach einer halben Stunde Marsch vom absoluten Stadtzentrum bereits in tiefster Natur und nach einer weiteren halben Stunden anscheinend Tagesmärsche von jeglicher Zivilisation entfernt.
Auch die erste wirklich spektakuläre Tour mit meinen neuen internationalen Freunden und Kollegen startete am Floyen und führte uns zunächst weit ins bergige Hinterland, wo wir einem Gebirgskamm über Stunden bis zum nächsten großen Stadtberg - dem "Ulriken" - folgten. Dank des herrlichen Wetters hatten wir eine hervorragende Aussicht auf die umliegenden Gipfel.
Ausserdem erwähnenswert war unsere Tiefschneetour auf den Loevstakken - ein weiterer der sieben Berge, die die Stadt umgeben. Auch hier hatten wir Glück mit dem Wetter: Schneesturm in der Nacht und am nächsten Tag strahlender Sonnenschein! Wir waren an diesem Tag die ersten nach dem Schneefall und mussten uns den Weg durch tiefe Schneevewehungen bahnen - ein Riesenspaß! Der Rundblick vom Loevstakken ist wohl einer der besten, da man zur einen Seite die Stadt und die sich dahinter erhebenden Berge und auf der anderen Seite unzählige kleinen Fjorde und Meereseinbuchtungen sehen kann.
Es ist echt der Wahnsinn, wieviel man schon zu Fuß von Bergen aus entdecken kann. Das nächste große Projekt ist eine Zwei-Tage-Tour über einen Höhenzug zum nächsten Fjord und wieder zurück.

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Rowing home for Christmas

Dies ist wohl erstmal mein letzter Eintrag von der Insel und nach ueber einer Woche Geschaukel freue ich mich auch schon wieder richtig aufs Festland. Hoffe nur, dass ich wegen des schlechten Wetters nicht meinen Weihnachts-Heimflug verpasse - gestern wurde auch schon ein Hubschrauberflug gecancelt. Notfalls schnapp ich mir ein Rettungsboot und paddel heim...

Wuensche allen meinen treuen Bloglesern ein frohes Weihnachtsfest!

Vorweihnachtliche Gruesse von Visund, Euer Marius

Samstag, 13. Dezember 2008

Morgen gibt es Fisch in der Kantine!

Bei diesem Wetter beneide ich die Jungs von der ROV (remote opareted vehicle, oder ferngesteuerter Tauchroboter) Truppe.


Nachdem ich gestern dem ROV Maschinenfuehrer Espen beim Volleyball einen ordentlichen Schmetterball auf den Daumen geschlagen habe, ist dieser allerdings leicht sæuerlich und ich darf nicht mehr mit auf die Jagd :-/

Waiting on Bingo

Habe ueblen Schlafentzug. Heute nacht und den ganzen Tag bis zu 15m hohe Wellen und auf dem Deck bis 70 Knoten Windgeschwindigkeiten - ein richtiger Nordseewintersturm halt. Heute nacht wegen des ewigen Geschaukels, Zitterns, Windgehæuls und Geæchtze der Stahlkonstruktion kaum ein Auge zugemacht. Nachdem sich der Hub der Plattform bei dem Wellengang auf fast 8 m erhøht hat, musste heute morgen der Riser (die Stahlrohrverbindung zum Bohrloch) getrennt werden. Daraus folgt, dass wir auch die næchsten Tage kaum was machen kønnen, wenn das Wetter nicht besser wird.
Dafuer gabs aber als Entschædigung fuer einen ziemlich unspektakultæren Arbeitstag ein Wochenendfestdinner mit grossem Dessertbuffet und alkoholfreiem Wein und Bier. Nachher gibt es ausserdem noch einen Bingoabend. -Ich kann mir nicht helfen, aber die letzten beiden Sætze erinnern mich stark an die Abendgestaltung in einem Altenheim :-)

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Living on a platform

Komme grad vom Volleyballmatch in der plattformeigenen Sporthalle - etwas eng zwar aber dafuer besonders herausfordernd durch den zusætzlichen Wellengang.
Bisher hatte ich viel Glueck was Nachtruhe angeht. Bei normalen Aktivitæten hørt man in der Kajuete praktisch nichts. Gestern nacht aber wurde die Insel um ein paar dutzend Meter bewegt. Dafuer wird an zwei der vier Ankerketten gezogen, wæhrend die Spannung auf die beiden anderen etwas gelockert wird. Das ganze macht einen Mordskrach, wenn die zentnerschweren Kettenglieder ins Innere der Inselstempel poltern. Ausserst unangenehm zwischen 1 und 4 Uhr morgens kann ich nur sagen. Hoffe wirklich, dass die Ankerwinden heute nacht mal ne Pause einlegen... Gute Nacht!

Dienstag, 9. Dezember 2008

Seekabel

Tja, da muss ich mich erst wieder aus Bergen in die Nordsee fliegen lassen, damit ich Internet habe - ist schon eine verrueckte Welt! Ich wuerde mich ja wirklich gern hæufiger melden, aber meinen Internetzugang bekomme ich voraussichtlich erst Anfang Januar - dann gelobe ich Besserung.
Auch heute war es nicht ganz einfach auf die Plattform zu kommen: Beim ersten Versuch sind mein Kollege und ich nicht mit dem Helikopter mitgekommen, weil der Pilot ganz neu und noch nicht im Besitz eines Zertifikates war, das ihn ermæchtigt hætte auf einer schwimmenden Bohrinsel zu landen. Also wieder zurueck ins Buero und drei Kaffee spæter konnten wir dann doch noch zwei Plætze in einem Gabelflug ergattern. Der hatte es aber auch in sich: Erst mit einer Sigorski auf die Plattform Statfjord C. Dort eine halbe Stunde auf den næchsten Helikopter warten und dann weiter mit einer Bell weiter ueber Borgland Dolphin endlich nach Visund!
Vorraussichtlich bleib ich diesmal ueber eine Woche hier - es sei denn, dass sich der Wetterbericht bewahrheitet: Wenn am Samstag die Wellen wirklich bis zu 18m hoch sein sollten, muessen alle entbehrlichen Leute wieder runter von der Insel. Wenn ich Glueck habe, werde ich nur fuer ein paar Stunden zur benachbarten Bohrinsel "Gulfaks" evakuiert.

Freitag, 28. November 2008

Schicht

Habe soeben meine erste 12-Stunden Schicht hinter mich gebracht! Oh mann, ganz schoen anstrengend - allein schon wegen des Norwegisch. Wird wirklich Zeit, dass ich das lerne!
Und ich sollte mir selbsr unbedingt eine Diæt verschreiben - bei der Kueche bleibe ich sonst bald dauerhaft offshore, weil ich nicht mehr durch die Tuer zum Helideck passe ;-)

Offshore

Sende Euch allen beste Gruesse von Visund! Ist momentan immer noch ziemlich rauhes Wetter: Ordentlich Wind und bis zu 11m hohe Wellen. Da Visund eine schwimmende Bohrinsel ist, ist hier alles ordentlich am schwanken. Als ich gestern aus dem Helikopter ausgestiegen bin, war es gar nicht so einfach sich auf den Beinen zu halten: Stuermischer Wind, der Luftzug vom Heli und auch noch schwankender Boden. OHA!
Habe letzte Nacht kaum geschlafen- ist alles so aufregend hier. Berichte mehr, wenn ich bald mal Internet in meinem Apartment bekomme.

Donnerstag, 20. November 2008

WOW - Waiting On Weather

Tja, da habe ich zwei wunderschoene Tage in Florø verbracht und auf einen freien Platz in einem Helikopter gehofft - aber Pustekuchen. Schon bei der Landung des kleinen Propellerflugzeugs in Florø habe ich mich gefragt, ob es tatsæchlich eine so gut Idee sei, noch mit dem Hubschrauber weiter zu fliegen - so eine Landung habe ich noch nicht erlebt! Ich glaube die ersten 100m der Landebahn sind wir nur auf einem Rad gefahren, wæhrend die linke Seite des Flugzeugs noch immer in den Windboen zappelte.
Und tatsæchlich: Auf Grund des schlechten Wetters ist die Besatzung auf der Bohrinsel auf das absolut notwendige reduziert worden - ebenso wie die nachrueckenden Schichten.
Da kann ich nur hoffen, dass sich die Wellen wieder glætten und ich am næchsten Montag mehr Glueck habe. Drueckt mir die Daumen!

Montag, 17. November 2008

Funkloch

Da ich in meiner neuen Wohnung leider noch keinen Internetzugang habe, wird der naechste ausfuehrliche Eintrag noch ein wenig auf sich warten lassen. Deshalb nur ganz kurz von meinem ArbeitsPC: Morgen gehe ich das erstemal offshore! Jeeeeeeehaaa!

Sonntag, 2. November 2008

Offshore Safety III


Und noch mehr Spaß im Survivalsuit: Zunächst durften wir unterschiedlichste Feuer mit verschiedenen Feuerlöschern bearbeiten. Mein absoluter Favorit ist hier der CO2 Löscher, den mein Kumpel Ulrich hier auch auf dem Foto benutzt. Der CO2 Löscher hat einfach den besten Sound! ;-)
Am Freitag wurde dann in unterschiedlichsten Szenarien die Evakuierung aus einem abgestürzten Helikopter geprobt. Nur mit einer Badehose ausgestattet ist das sicherlich kein schwieriges Manöver. Mit einem Survivalanzug wird das durch den enormen Auftrieb der Lufttaschen schon schwieriger. Wenn man da den Gurt löst, bevor man den Oberkörper schon aus dem Fenster gestreckt hat, schwebt man sofort unter der Decke des Helikopters und es ist dann richtig schwierig, zurück zu einem Fenster zu kommen. Bei meinem ersten Versuch ist mir dabei die Kapuze des Anzugs am Fensterrahmen hängen geblieben und ist dadurch nach hinten verrutscht – und mein Anzug praktisch abgesoffen.
Das ganze hat aber echt Spaß gemacht und ich habe nun endlich das „Basic Safety and Emergency Training“ Certificate, das mir erlaubt, bald das erste Mal offshore zu gehen.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Offshore Safety II

Warum hier jeder diesen Safety Kurs absolvieren muss, wird in folgendem Video deutlich. Hoffentlich sieht das nicht meine Mutter ;-)

Offshore Safety


Mit großen Schritten nähere ich mich meinem ersten Offshore Aufenthalt. Heute habe ich bereits den zweiten Tag des dafür notwendigen Offshore Safety Kurses absolviert. Nachdem man sehr ausführlich darüber informiert wird, wie man auf ca. 150 unterschiedliche Arten offshore den Löffel abgeben kann, hat man stundenlang Spaß in seinem Survivalanzug. Heute haben wir unsere Anzüge in der 10 °C kalten Nordsee ausprobiert. Das macht echt Spaß, weil die Anzüge dem Körper eine zusätzliche Auftriebskraft von ca. 15 kg geben - man muss also nicht schwimmen, sondern nur paddeln ;-) Allerdings schränkt das auch die Bewegungsfreiheit ein, so daß es gar nicht so einfach war in eine Rettungsinsel zu klettern. Außerdem haben wir die Evakuierung durch ein Freefallrettungsboot geprobt. Allein der Einstieg ist schon nicht einfach - in ein Boot von ca. 10m Länge und 3m Breite passen um die 40 Leute - in zwei Etagen sitzt man dort wirklich wie die Hühner auf der Stange. Der Sturz von 10 bzw. 15m Höhe, beim dem man bis zu 90 km/h beschleunigt, ist uns erspart geblieben: Aus Sicherheitsgründen werden diese Freefallboats für Trainingszwecke nicht mehr verwendet – sehr beruhigend für den Ernstfall, oder?

Morgen werden Brandbekämpfungsmaßnahmen geprobt und am Freitag die Helikopter Absturz Simulation bei der man sich in seinem Survivalanzug aus dem unter Wasser rotierenden Gehäuse eines Helikopters befreien muss.


Samstag, 25. Oktober 2008

Trinkt mehr Öl!

Während Ihr Euch sicherlich über die sinkenden Spritpreise freut, erscheint mein Chef seit ein paar Tagen immer mit roten, verheulten Augen bei der Arbeit. Die Ölpreiskurve gibt so ziemlich seine Stimmung wieder: Von 150 auf 60 in nur drei Monaten- das schmerzt! Und keine Anzeichen von Besserung, selbst die OPEC erscheint hilflos!
Deshalb habe ich mir überlegt, die Popularität meines Blogs zu nutzen, um die heimische Nachfrage ein bisschen anzukurbeln. Ansonsten könnte es passieren, dass Weihnachten die Kollekte anstatt für „Brot für die Welt“ für die internationale Ölindustrie eingesammelt wird.
Und wenn dieser Appell nichts bewirkt: Denkt doch auch mal an Euren Marius! Ihr lasst mich hier oben doch nicht verhungern, oder?
Wie wäre es also z.B., wenn Ihr heute Nachmittag einfach mal bei Eurer Lieblingstanke vorbeischaut, Euch nen Schokoriegel gönnt und nebenbei mal wieder voll tankt? Und wenn man schon mal da ist, kann man ja noch ein paar Liter Motoröl mitnehmen…

PS: Damit Ihr das Drama live mitverfolgen könnt, habe ich in der rechten Leiste einen Crude Oil Chart installiert. Nur zu: Weidet Euch an meinem finanziellen Ruin! ;-)

Montag, 20. Oktober 2008

Drilling isn't boring

Letzten Donnerstag kam morgens mein Chef in mein Büro und fragte: "Marius, can you dance?" 5 Minuten später saß ich in einem Auto auf dem Weg zum Plattform-Dock mit dem Ziel, dort in einem Musikvideo als Backgroundtänzer zu performen - kein Witz. Meine Firma drehte dort ein Imagefilm - gemäß dem Motto "Drilling isn't boring" (wobei witzigerweise boring auf Norwegisch Bohren bedeutet). Dazu haben sie zwei bekannte norwegische Künstler (nein, hier bin ich nicht gemeint) engagiert, einen Song darzubieten. Im Hintergrund schwingen dabei 8 junge, dynamische, angehende Bohringenieure und -ingenieurinnen sexy ihre Hüften (ja, da bin ich jetzt mit dabei). Das ganze in knallorangen Sicherheitssuites der Ölarbeiter mit weißem Helm vor der Kulisse einer vor Anker liegenden Ölbohrinsel im Hafen - und natürlich Bergen-üblichem Dauerregen.
Nach vierstündigem Crashkurs der Choreografie wurde sofort vom 15-köpfigen Filmteam gedreht. Ich habe aufgehört zu zählen, aber ich glaube wir haben das ganze ca. 30 mal durchgetanzt. Ich sag's Euch - Showbusiness isn't easy. Keep on smiling... Oh mann! Den Refrain "We were born to be black gold hunters" habe ich seitdem als Ohrwurm. Am nächsten Tag haben wir noch ein paar kleinere Szenen in den Büros gedreht.
Vielleicht bekomme ich auch eine Version des fertigen Videos - dann gibt's sicherlich was zu lachen für Euch: Drilling isn't boring!

Samstag, 18. Oktober 2008

Familienplanung

Das wurde mir bei meinem Einstellungsgespräch nicht erklärt!
Aber glücklicherweise arbeite ich ja nicht in Spanien...

Mittwoch, 15. Oktober 2008

I'am singing in the rain...

Was mir diese Woche an Bergen besonders aufgefallen ist: Regen.
Es regnet momentan fast jeden Tag und das in fast allen Variationen: Nieselregen, einzelne dicke Tropfen, überraschender Regenguss bei blauem Himmel, Dauerregen, von oben, von der Seite...
Daraufhin habe ich mal die Klimadaten rausgesucht - und tatsächlich: In Bergen regnet es durchschnittlich 248 Tage im Jahr, was ungefähr eine Niederschlagssäule von 2000mm entspricht. Das ist mehr als dreimal soviel wie in Hannover und immerhin noch eineinhalb mal soviel wie in Clausthal!
Das gute daran ist: Ich bin gezwungen, mir eine neue Funktionsjacke zu kaufen, da meine alte den Anforderungen dieser Klimazone nicht mehr gerecht wird. ;-)
Eventuell installiere ich hier noch eine Votingfunktion, mit der die Blogbesucher über die Farbe entscheiden können - denn eins ist klar: grau gibt's hier schon viel zu häufig, es muss Farbe her! Wie wäre es z.B. mal wieder mit rot?

Samstag, 11. Oktober 2008

Bohren und bohren lassen

Ganz so schnell, wie von Euch vielleicht vermutet, kommt man natürlich nicht auf die Insel. Bevor man tatsächlich mit einer Bohrung beginnt, sind ein Haufen anderer Arbeiten zu erledigen. Das beginnt bei den Geologen und Reservoir-Ingenieuren, die entscheiden, ob und wo gebohrt werden soll. Anschließend stellt der Bohringenieur (im Büro und nicht auf der Plattform) ein Bohrprogramm auf, wie die gesteckten Ziele am effizientesten zu erreichen sind. Dieser Planungspart macht einen erheblichen Teil des gesamten Bohrprojektes aus. Die Durchführung und Überwachung des Bohrprozesses findet abschließend natürlich auf der Plattform statt.

Bevor ich aber auch nur ein Bohrprogramm erstellen kann, muss ich in unzähligen Kursen ersteinmal angelernt werden. Montag fliege ich zu meinem ersten Kurs (Casing String Design) nach Stavanger. Ende des Monats nehme ich dann am Safety Kurs teil, der für einen Offshore-Aufenthalt Pflicht ist.

Da bei uns in der Abteilung ein wenig Personalknappheit herrscht, hat mir mein Chef angeboten, die Planung der übernächsten Bohrung zu übernehmen – selbstverständlich mit Unterstützung eines erfahrenen Ingenieurs. Das wird meine erste große berufliche Herausforderung sein – neben der norwegischen Sprache ;-)

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Schafsköpfe


Oha! Bei einem Teambuilding Seminar musste ich - durch einige Aquavit unterstützt - eine norwegische Spezialität probieren: Schafskopf. Der Kopf wird nach der Schlachtung zwei Tage in einer Salzlake aufbewahrt, anschließend über einem Feuer geröstet und dann halbiert, um auf einem Teller neben ein paar Kartoffeln und einem Kohlrabimus Platz zu finden. Tapfer habe ich die Wange verdrückt. Das Auge allerdings, das unter dem Johlen meiner Kollegen vom Wirt aus dem Schädel gepuhlt und mir direk zubereitet wurde, habe ich nicht geschafft.

Das Auge isst mit - wird aber nicht mitgegessen. Jedenfalls nicht von mir...

Dienstag, 7. Oktober 2008

Neuer Job


Die letzten Wochen waren für mich etwas hektisch und ich muss mich an dieser Stelle gleich einmal entschuldigen, dass ich mich nicht von jedem persönlich verabschieden konnte. Fragen wie "Was macht der Vogel denn in Norwegen?!" sind also absolut berechtigt. Um alle auf den neusten Stand zu bringen fasse ich nochmal ganz kurz zusammen: Vorletzte Woche bin ich nach Norwegen ausgewandert, um mich im schönen Bergen als Bohringenieur zu versuchen. Seit letzter Woche arbeite ich nun im Team der Bohrinsel Visund. Zur Zeit überschlagen sich schon die Ereignisse und ich bin echt gespannt, wann ich das erste mal von der Insel posten werde. Nächste Woche durchlaufe ich eventuell schon das dazu notwendige Sicherheitstraining.

Erstes Touristenfoto


Und hier kommt auch schon der erste visuelle Eindruck. Letztes Wochenende habe ich es endlichmal geschafft, auf den Bergen-City-Berg "Floyen" zu steigen. Der hat mich schon seit dem ersten Tag gereizt...

Blog

Hei!

Endlich ist der LKW mit meinen Sachen in Bergen angekommen und ich habe immerhin zwei Umzugskartons in meinem temporären Apartment ausgepackt. Da eine der Kisten mein Laptop enthalten hat und ich ein ungesichertes WLAN gefunden habe (tusen takk an meinen unbekannten norwegischen Gönner), kann ich Euch nun endlich mal ein paar Zeilen schreiben.