Montag, 29. Juni 2009

Stavanger

Zum sicherlich fünften Mal bin ich nun schon nach Stavanger zu einem Kurs geflogen. Stavanger ist die norwegische Öl und Gas Hauptstadt und so befindet sich natürlich auch der Sitz von Statoil hier.
Ansonsten im Vergleich zu Bergen relativ unspektakulär entwickelt die Stadt besonders im Sommer mit ihrem kleinstädtischen Zentrum einen ganz besonderen Charm.
Letzte Woche war dank mediterranem Wetter und dem Beginn der Beachvolleyball Weltmeisterschaft in Stavanger auch noch aussergewöhnlich viel los - sowohl in der Fussgängerzone als auch im Hafen.
Nachdem ich letzte Woche bereits einen Casing Design Kurs besucht sowie zwei Zulieferfirmen besichtigt habe, geht es morgen schon wieder für zwei Tage nach Stavanger. Diesmal geht es um Stuck Pipe: Was tun, wenn der Bohrstrang festhängt? Spätestens Ende der Woche stehe ich Euch bei derartigen Fragestellungen gern als Telefonjoker zur Verfügung.

Samstag, 20. Juni 2009

Sognefjord

Letztes Wochenende habe ich mich von ein paar Freunden zur Tour "Norway in a nutshell" mitschleppen lassen. Eigentlich mag ich solche organisierten Touristentouren nicht, aber bei diesem aussergewøhnlichen Naturspektakel war ich schon begeistert.

Zuerst sind wir mit der Bergenbahn bis nach Myrdal gefahren und haben die næchste Etappe zu Fuss genommen, bis zu einem kleinen Berghotel, wo wir Mittag gegessen haben. Anschliessend haben wir die Flåmbahn herunter bis zum Sognefjord genommen.


Diese Bahn hat eine beeindruckende Streckenfuehrung mit unzaehligen Tunneln und Bruecken. Die Bahn ueberwindet mit nur 20km Streckenlænge einen Høhenunterschied von ueber 800m und ist damit eine der steilsten der Welt.


In Flåm angekommen, stiegen wir auf ein Fjordcruiser um und gondelten fast drei Stunden ueber den atemberaubenden Fjordabschnitt zwischen Flåm und Gudvangen. Die an den Fjord grenzenden Berge steigen fast vertikal aus dem Wasser. Von den Klippen herunter ergiessen sich unzaehlige spektakulære Wasserfælle und stuerzen sich teilweise ueber 100m in die Tiefe.
Auf der Busreise nach Hause haben wir abschliessend noch einen Stop in Stalheim gemacht, von wo man einen einmaligen Blick ueber das Fjordtal hat.
Trotz nervender Touristen wirklich eine Reise wert. Hier bekommt man wirklich unglaublich viel an einem Tag zu sehen.

Donnerstag, 11. Juni 2009

Zwischenlandung BGO

Die Welt muss so klein sein. Da treff ich heut den Siggi am Flughafen in Bergen aufn Kaffee. Praktisch ein Boffzener Kaffeekränzchen.
Einziger Schönheitsfehler: Siggi hat die Flasche ausm Duty-free Laden vergessen und sein Flieger hat obenfrein auch noch bei der Konkurrenz vollgetankt.
Beim obligatorischen Cockpitfoto mit dem türkischen Kapitän stösst meine Handylinse leider schon an ihr Grenzen. Trotzdem sehr schönes Motiv, Herr Kaiser. Oder wie der Türke sagt: Güzeloba!

Mittwoch, 10. Juni 2009

Queen Mary 2

Als ich heute morgen aus dem Küchenfenster blickte bot sich mir eine leicht veränderte Aussicht. Anstatt des Hurtigruten Schiffs oder eines mittleren Frachters liegt ein riesiger Pott am Kai!
Auf dem Foto kommt die Größe gar nicht so gut rüber - der kleine blaue Lieferwagen, der rechts am Dock steht lässt die Ausmaße dieses Luxusliniers aber erkennen. Ein Wahnsinnsschiff!

Montag, 1. Juni 2009

Hardangerfjord

Endlich ist der Sommer so richtig da! Nach einer sensationell guten Wettervorhersage haben wir zu viert ein Auto für das Wochenende gemietet und sind am Samstag morgen Richtung Hardangerfjord aufgebrochen. Nachdem ich schon seit acht Monaten in Norwegen bin, wurde es auch höchste Zeit, dass ich endlich mal einen Fjord sehe - schließlich besteht Norwegen nicht nur aus Bergen und Stavanger. Nachdem ich mich an das Stadtleben im Zentrum von Bergen gewöhnt habe, war es erfrischend, mal aus dem Grossstadtleben herauszukommen und richtig viel Natur zu erleben.


Nach bereits abenteuerlicher Anreise durch enge Gebirgstäler, unglaubliche Tunnel und über schwindelerregende Brücken und Passstraßen kamen wir in Norheimsund an und folgten dort der Fjordstraße bis nach Eidfjord, wo wir die asphaltierte Straße verließen und unseren Skoda über Serpentinen aus dem Fjordtal hinauf bis zur Hardangervidda Hochebene quälten.

Dort wollten wir nach mehrstündiger Wanderung in einer Berghütte übernachten. Da diese leider geschlossen war, mussten wir wieder zurück und fanden glücklicherweise ein hübsches Bed&Breakfast am nord-östlichsten Rand des Fjords.


Am nächsten Tag bestaunten wir einen der größten Wasserfälle in Norwegen östlich von Eidfjord und fuhren, nachdem wir den Fordseitenarm von Odda mit der Fähre überquert haben, anschließend die südliche Fjordstraße bis nach Jondal hinunter, nahmen dort die Fähre nach Norheimsund und schlossen so den Kreis unserer Rundtour.

Ich bin wirklich begeistert - ich hatte ja keine Ahnung wie schön und beeindruckend die Natur hier oben ist. Vor allem zu Beginn der Touristensaison hat man die Berge und den Fjord noch fast für sich alleine. Es ist wirklich toll, ein paar Fjords vor seiner Haustür zu haben...